Schauspiel von Esther Vilar mit Kathrin Ackermann und
Ferdinand Ascher
2042 ist von der Strenge der katholischen Kirche nicht mehr viel übriggeblieben:
Der Papst regiert nicht mehr auf Lebenszeit, sondern
wird auf vier Jahre von allen Gläubigen gewählt, gleichgeschlechtliche
Ehen, kirchliche Scheidungen und Abtreibungen sind erlaubt,
das Zölibat wurde abgeschafft und die Besitztümer der Kirche auf
Massenauktionen versteigert. Aus den Slums von Los Angeles stammend
steht die erste Frau im höchsten Amt der katholischen Kirche
einer Kirchengemeinde gegenüber, in der die Beichte abgeschafft
wurde und der gekreuzigte Jesus Christus aus psychologischen
Gründen einem Rocker mit Dornenkranz weichen musste. In ihrem
Resümee über die Entwicklung der katholischen Kirche sieht die
„amerikanische Päpstin” darin den Grund für den steigenden Mitgliederschwund:
In seiner uneingeschränkten Selbstverantwortung
ist der Mensch orientierungslos geworden und sucht deswegen die
Autorität von radikalen Parteien und Sekten. Statt zur erlösenden
Beichte geht man jetzt zum Psychiater.
Mit Kathrin Ackermann und Ferdinand Ascher
Theatergastspiele Fürth