Was wäre, wenn die Oberen einer in Kriegszeiten belagerten Stadt beschließen würden, alle „unnützen
Einführung ab 19.30 Uhr im Theatersaal
Was wäre, wenn die Oberen einer in Kriegszeiten belagerten Stadt beschließen würden, alle „unnützen Mäuler“ zu opfern, weil nur so die Stadt gerettet werden könnte? Und mit „unnützen Mäulern“ wären alle Frauen, Kinder und alten Menschen gemeint. Basierend auf dieser unfassbaren Ausgangssituation, schrieb Simone de Beauvoir ihr erstes und einziges Theaterstück. Über die dem Stück zugrundeliegende Idee äußerte sie sich selbst: „Rechtfertigt der Zweck in jedem Falle die Mittel? Darf man, um einen begonnenen Kampf zum Siege zu führen, die Beweggründe opfern, welche erst diesem Kampf seinen Sinn geben?“ In ihrem Stück gelangen die Stadtoberen am Ende zu der Erkenntnis, dass ein um diesen schlimmen Preis erkaufter Sieg die größte aller Niederlagen wäre, denn „in einer wahren Gemeinschaft gibt es keine unnützen Esser“.
Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
Content Note: Die Inszenierung thematisiert sexualisierte Gewalt, emotionalen Missbrauch und Mord. Dies kann bei betroffenen Personen negative Reaktionen auslösen. Zudem enthält dieses Theaterstück Inhalte und Formulierungen, die aus heutiger diskurstheoretischer und politischer Perspektive kritisch zu betrachten sind, da sie Diskriminierung reproduzieren. Sie müssen daher in Anbetracht des historischen Kontextes verstanden werden.
tfn-Schauspielensemble - theater für niedersachsen (tfn)
Theaterleiter Jörg Meyer: „Im Rahmen dieser Schauspielaufführung werden die Darstellerinnen und Akteure des tfn auch einen Solidaritätsappell an das Nienburger Publikum richten. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen der großen, kommunalen Ensembletheater mit der Landesregierung in Hannover über eine nachhaltigere Förderung der hiesigen Theaterlandschaft. Mit der Initiative „Rette Dein Theater“ steht am 29. April eine Kundgebung der Theaterschaffenden unmittelbar bevor: Treffpunkt und Start der Kundgebung, zu der auch geneigte Theatergängerinnen gern gesehen sind, ist ab 10.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof in Hannover. Ziel wird der „Platz der Göttinger Sieben“ am Niedersächsische Landtagsein. Hier sollen auch Solidaritätspostkarten an den zuständigen Kulturminister Falko Mohrs überreicht werden, die auch das Nienburger Publikum bei „Die unnützen Mäuler“ ausfüllen kann.“
(https://www.laft.de/397-rettedeintheater.html)
Foto: Tim Müller