Reise zum rechten Rand und zurück - Podiumsgespräch

Lesung Kunst und Kultur sonstige

Von der (Un-)Möglichkeit des Sprechens mit politisch Radikalen – Marco Schild, Aussteiger und Sozial

Zum vierten Gespräch darüber, wie unsere offene Gesellschaft und unserer Demokratie in diesen polarisierten Zeiten offen bleiben können, lädt der Arbeitskreis „Demokratie im Gegenwind“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen erneut ins Nienburger Kulturwerk.

Am Samstag, den 6. Juni 2026 um 20 Uhr stellt sich der Wahlmünchner und Sozialpädagoge Marco Schild den Fragen von Moderator Mario Portmann und dem Nienburger Publikum. Marco Schild ist kein Experte im üblichen Sinne. Er kommt ins Kulturwerk als Zeitzeuge. Marco trat 2017 in die nordrhein-westfälische Junge Alternative ein und machte schnell Karriere sowohl in der JA als auch der AfD. Vier Jahre lang, bis zu seinem Austritt 2021 fand er am rechten Rand eine politische Heimat und gestaltete sie mit. Wir wollen von ihm nicht nur erfahren, was ihn als jungen, sozialdemokratisch geprägten Mann zur AfD gebracht und was ihn vier Jahre später von ihr entfremdet hat. Sondern auch: Was können wir heute aus seinen Erfahrungen lernen? Demokratie stirbt nicht am Streit – sondern am Schweigen, sagte Michel Friedmann. Wir erleben tagtäglich wie soziale Milieus zerfallen und politische Subkulturen scheinbar unaufhaltsam auseinandertreiben. Wie kann die Mitte der Gesellschaft denn wieder ins Gespräch mit den Rändern kommen? Sind diese Ränder überhaupt noch erreichbar? Und wenn nicht - was bedeutet das für unsere Demokratie? Marco Schild leitet heute in München eine Einrichtung, die Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen bei der gesellschaftlichen Integration unterstützt.

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Arbeitskreis "Demokratie im Gegenwind"
Alte Reihe 13, 31629 Estorf,
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